Petition gegen Sperrung und Indizierung von Internetseiten

Wie der eine oder andere Leser meines kleinen Affiliate Marketing Blogs sicher mitbekommen hat, hat das Bundeskabinett am 22.04. eine Änderung des Telemediengesetzes (TMG) beschlossen, die nun dem Bundestag zur Verabschiedung vorgelegt wird.

Ursprünglich sollte durch den neu zu schaffenden § 8a TMG der Zugang zu Seiten mit kinderpornographischen Inhalten und darauf verlinkenden Seiten erschwert bzw. verhindert werden. Soweit ein Ziel, dass ich voll und ganz unterstütze!

Dies war aus dem ersten Gesetzesentwurf auch noch ersichtlich, hieß es dort noch, dass zu sperrende Angebote kinderpornographische oder darauf verweisende Inhalte beinhalten müssen. Dieser Passus wurde in der Gesetzesvorlage vom 22.04. jedoch entfernt, so dass nun alle Inhalte durch Provider mit mehr als 10.000 Kunden gesperrt werden müssen, die auf der vom Bundeskriminalamt (BKA) zu führenden Liste zu sperrender Seiten aufgeführt sind.

Zum kurzen und knappen Verständnis: Dies ermöglicht es dem BKA per Gesetz von Internet-Providern die Sperre auf der BKA-Liste aufgeführter Seiten zu verlangen. Ohne jede Form der demokratischen Kontrolle. Keine Rede mehr von auschließlicher und expliziter Sperrung von Kinderpornographie. Dies kann einer möglichen Zensur missliebiger Inhalte Tür und Tor öffnen.

Was hat dies nun mit Affiliate Marketing zu tun? Überhaupt gar nichts! Aber durch diese Gesetztesvorlage besteht die Möglichkeit die vielfach geschätzte und wertvolle Meinungsfreiheit im Internet durch Zensur einzudämmen.

Daher möchte ich Euch bitten 3-4 Minuten Zeit zu investieren, um die Petition gegen Sperrung und Indizierung von Internetseiten auf der Seite des Deutschen Bundestages zu unterstützen. Die Petition ist noch bis zum 26.06. geöffnet und muss, um überhaupt angehört zu werden, 50.000 Unterzeichner finden. Je mehr desto besser! Für den Erhalt der Meinungs- und Informationsfreiheit! Also, auf geht’s!

Update vom 06.05.: Laut golem hat die Petition schon am ersten Tag 16.000 Unterzeichner gefunden und damit teilweise den Server lahmgelegt. Ein guter Anfang, aber noch lange nicht genug.

Viele weitere lesenswerte Infos gibt es zudem bei netzpolitik.org.

Affiliate NetworkxX Award 2009

Es ist soweit - die Wahllokale für die Abstimmung zur Vergabe der Affiliate NetworkxX Awards 2009 haben ab heute geöffnet.

Die in diesem Jahr zum zweiten Mal im Rahmen der - von meinem Cheffe Markus organisierten - Affiliate NetworkxX zu vergebenden Awards werden in den folgenden sechs Kategorien verliehen:

  • Innovativstes Affiliate-Netzwerk
  • Affiliate Netzwerk Best Support Affiliates
  • Affiliate Netzwerk Best Support Merchants
  • Innovativstes Affiliate-Programm
  • Best Affiliate Blog
  • Best Affiliate Public Relation

Natürlich würde ich gern mit stolz geschwellter Brust ein “Nominee Best Affiliate Blog” Schild vor mir her tragen und dauerhaft blöd grinsen, aber das muss bis zum nächsten Jahr warten. Bin ja noch jung. ;-)

Unter allen an der Abstimmung teilnehmenden AdAffiliFinanceSuperGainBoonNoxern, Agentursherpas, Affiliates, Merchants und sonstigen Interessierten werden schicke Sachpreise im Gesamtwert von über 5.000 Euro verlost. Also nicht zögern und gleich ab zur Abstimmung!

Die Verleihung der Awards findet am 26. März auf der nächsten Affiliate NetworkxX in der Airbräu-Tenne am Münchener Flughafen statt.

Affiliate-Events 2009

Affiliate Summit West

Die Affiliate Summit West ist sowohl die erste Affiliate Marketing Konferenz des Jahres und zugleich auch die größte. Vom 11. bis zum 13. Januar 2009 versammelt sich die Branche im Rio All-Suite Hotel und Casino in Las Vegas und kann sich von den US-Größen über die neuesten Trends im Affiliate Marketing informieren lassen. Zusätzlich zum persönlichen Austausch auf der Konferenz wird über das Affiliate Summit Social Network die Möglichkeit zum weitergehenden Networking geboten.

Affiliate NetworkxX

Affiliate NetworkxX

Am 26. März 2009 findet zum siebten Mal die Affiliate NetworkxX in der Münchener Airbräu-Tenne in München statt. Diese von Markus Kellermann halbjährlich organisierte Networking-Veranstaltung ist mit zuletzt über 300 angemeldeten Teilnehmern der größte deutsche Event der Affiliate-Marketing-Branche.
Zudem werden dort die Affiliate NetworkxX Awards verliehen, über deren Vergabe per Abstimmung auf der Homepage der Affiliate NetworkxX entschieden wird.

a4uexpo Europe

a4uexpo Europe

Die a4uexpo Europe ist die erste europäisch ausgerichtete Affiliate Marketing Konferenz und Ausstellung, die sich zum Ziel gesetzt hat die kontinentalen Köpfe der Branche am 28. und 29. April 2009 im RAI Centre in Amsterdam zu versammeln.
Somit soll Publishern, Advertisern, Agenturen und Netzwerken die Möglichkeit gegeben werden sich auf europäischer Ebene auszutauschen und über die zukünftige Entwicklung der Branche zu informieren.

Affiliate TactixX

Affiliate TactixX

Bereits zum dritten Mal findet am 18. Juni 2009 die Affiliate TactixX Konferenz im Kempinski Hotel am Münchener Flughafen statt. Nach dem Vorbild der Affiliate Summit Conference können sich  Affiliates, Merchants und Agenturen von Experten über aktuelle Themen aus den Bereichen Affiliate Marketing, SEO und SEM informieren lassen.
Desweiteren gibt es eine Affiliate-Klinik, in der Merchants und Affiliates Tipps zur Optimierung ihrer Partnerprogramme und Websites erhalten sowie eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der großen Netzwerke.

Frohe Weihnachten

Zum Abschluss des Jahres ein Werk aus meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Gelegenheitslyriker:

Oh Du lieber Weihnachtsmann,
komm mir nicht mit Cookies an,
vielmehr muss ein Laptop her,
iPod, Flat-Screen und noch mehr.
Und nun mach schon auf den Sack,
bevor ich Dich am Rüssel pack.

In diesem Sinne - Euch allen die besten Wünsche, schöne Feiertage mit Familie & Freunden und kommt gesund ins neue Jahr! :-)

Brand-Bidder gefasst

Durch monatelange, investigativ höchstwertige und damit zu Recht von der Merchant-Szene gefeierte Nachforschungen der Spitzenklasse ist es mir gelungen einen großen Fisch, ich möchte sogar behaupten, die Mutter aller Brand-Bidder zu enttarnen.

Dieser unscheinbare Junge, in den Jahren 1964 – 67 aufgrund einer steilen Werbekarriere begehrtester Junggeselle der Städtischen Grundschule Wanne-Eickel und heute abgehalftertes Ex-Testimonial sowie Teilzeit-SEM-Publisher mit schütterem Haupt- und dafür üppigem Rückenhaar, buchte unbemerkt von der betreuenden Agentur jahrelang „Brand“ ein.

Nur aufgrund geschicktester Verschleierungstaktiken, wie etwa dem tückischen Hinzufügen eines T im eigenen Namen, konnte er sich bislang dem Zugriff der Behörden entziehen. Durch Zahlung einer Kaution in Höhe eines Jahresvorrats Zwieback befindet er sich augenblicklich wieder auf freiem Fuß.

„Betrug“ im Affiliate Marketing und kein Ende

Nach dem kontrovers diskutierten Artikel in der letzten Internet World Business (IWB) erscheint in der aktuellen Ausgabe die Fortsetzung. Wer jedoch aufgrund der Headline „Affiliate-Betrug – die Reaktionen“ (vollständiger Artikel auf Seite 3 der Printausgabe) erwartet, dass nun auch Gegenstimmen in ausreichendem Maß zu Wort kommen oder eine sachliche Diskussion stattfindet, der sieht sich leider getäuscht. Der Großteil des Artikels sucht die bereits in der letzten Ausgabe einseitig aufgestellten Thesen zu untermauern.

Zwar hat Eugen von der Agentur Iuventa Recht mit seiner Feststellung, dass durch Cookie-Dropping vielfach ehrlich gesetzte Cookies überschrieben werden und damit möglicherweise Affiliates, die über SEO, Content oder auch SEM eine Werbeleistung erbracht haben um ihren Verdienst gebracht werden. Allerdings sehe ich die Auswirkungen weniger dramatisch. Besagt doch eine zanox-Studie im Bereich Retail und Shopping, dass bereits 77 Prozent der Sales innerhalb der Session getätigt werden, weitere 5 Prozent innerhalb eines Tages. Dies bedeutet, dass wenigstens 80 Prozent der Sales denjenigen Affiliates zugerechnet werden können, die auch eine Werbeleistung erbracht haben und somit zu Recht vergütet werden.

Auch die Feststellung des anonymen Informanten der IWB, dass sog. Cookie-Spreader billig Restplätze bei Vermarktern einkaufen und den User per Postview durch Einblendung des Werbemittels mit den kleinen Plätzchen beglücken ist im Ansatz sicher nicht unkorrekt. Hier jedoch die Schuld für diese Praxis bei Netzwerken und Agenturen suchen zu wollen halte ich für verfehlt. So wird diese Praxis doch beispielsweise im Bereich Versicherungen/Finanzen oder auch im Mobilfunk angewandt, da dort aufgrund des hohen Customer-Lifetime-Values vergleichsweise hohe Provisionen gezahlt werden. Solange der Merchant sich mit der Anwendung von Postview einverstanden erklärt und sein Interesse primär der Generierung neuer Kunden gilt haben sich sowohl Netzwerke als auch Agenturen nach diesem Wunsch zu richten.

Für wirklich unglücklich halte ich den journalistischen Stil der IWB erneut das Affiliate Marketing in ein schlechtes Licht rücken zu wollen und sich dabei auf eine anonyme Quelle zu berufen. Zumal besonders die Netzwerke überhaupt nicht die Gelegenheit erhalten sich zu der Thematik zu äußern. Vielleicht hätte man sich einmal fragen sollen, was ein anonymer Informant aus Vermarkterkreisen mit derlei Statements bezweckt. Die Annahme, dass das zugrundeliegende Motiv in einem gebremsten Wachstum des Online-Werbemarktes und damit einsetzenden Verteilungskämpfen zu suchen ist, scheint mir nicht allzu weit hergeholt.

Weitere Meinungen zum Thema bei Martins Affiliate-Tipps, Dennis, Bungee-Inga, Dennis’ Webanalyse-Blog und dem Freund der Diskussionskultur Jens.

Affiliate-Xmas-Meeting in Nürnberg

Gestern hab ich mich mit drei Kollegen auf den beschwerlichen Weg von Augsburg nach Nürnberg zum, von Ralf Fischer / financeads organisierten, Affiliate-Xmas-Meeting gemacht. Beschwerlich, weil zwei Stunden Fahrt auf dem Rücksitz eines Opel Corsa nicht unbedingt ein Genuss sind, zumindest nicht wenn man knapp über 1,50 ist.

Da wir deutlich vor 19 Uhr in Nürnberg angekommen sind war noch ein wenig Zeit für einen Gang über den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt. Überwältigt von der Vielfalt der äußerst geschmackvollen Mitbringsel, fiel es mir dementsprechend schwer meine Begeisterung in einen passenden Gesichtsausdruck umzusetzen.

Umso besser gefiel mir aber das Xmas-Meeting in der Skybar. Von leckeren Cocktails, Pizza und Fingerfood gestärkt konnte ich mich entspannt unter die anwesenden 150 weiteren Affiliates, Merchants Netzwerkler und Blogger mischen und das eine oder andere fachlich gute Gespräch führen. Vor allem sind derlei Veranstaltungen aber immer wieder eine prima Gelegenheit die persönlichen Kontakte zu intensivieren und darauf eine gute weitere Zusammenarbeit aufzubauen.

Abschließend bleibt mir nur noch für einen schönen Abend zu danken und Torben „30 Prozent“ und Catharina (schreib mal wieder was) von affilinet, Nichelle von webgains, Karsten (mehr Fotos bei ihm) und Marc Terenzi (Junge, wird schon wieder…) zu grüßen.

Foto links: Meine Kollegen Christian und Ello von explido. Christians strafender Blick gilt einem Brand-Bidder, den er genau im Moment der Aufnahme entdeckt hat. ;-)

Der Affiliate-Betrug nimmt zu

…so lautet die, böse Zungen behaupten reißerische, Überschrift des Artikels zum Hauptthema in der aktuellen (24/08) Internet World Business *. Um dieser Aussage gleich vorneweg eine Antwort entgegenzusetzen: Nein. Aber wie in jeder anderen Branche gibt es auch im Affiliate Marketing Betrüger, die versuchen ihren Umsatz mit teils unlauteren Methoden zu erwirtschaften.

Richtigerweise stellt der Artikel gleich zu Beginn fest, dass besonders in Zeiten der Finanzkrise jeder Werbe-Euro wohlüberlegt und effizient eingesetzt werden sollte. Diese Forderung ist mit dem Grundprinzip des Affiliate Marketing absolut vereinbar, denn der Publisher wird nur für eine ausgeführte Aktion des über seine Seite kommenden Endkunden vergütet, sei es durch einen generierten Click, Lead oder auch Sale.

Wie kann es nun zu den beschriebenen illegal abgerechneten Provisionen kommen?

Grundsätzlich ist es richtig, dass die Möglichkeit besteht durch Anmeldung bei verschiedenen Netzwerken für ein und dasselbe Partnerprogramm mehrfach Provisionen zu kassieren. Dies lässt sich zum einen jedoch durch den Einbau einer Cookie-Weiche, die nach dem „last-cookie-wins-Prinzip“ verfährt, auf der Seite des Merchants ausschließen. Zum anderen darf davon ausgegangen werden, dass entweder der Advertiser oder die betreuende Agentur die generierten Leads und Sales überprüfen. Zwar verzögert sich durch die Überprüfung die Auszahlung der Provisionen an die Publisher, zugleich wird jedoch sichergestellt, dass diese nur ausbezahlt werden, wenn tatsächlich ein Kauf stattgefunden hat.

Ebenso angesprochen wird die Thematik des Cookie-Dropping, mit der sich auch der Code of Conduct des BVDW befasst. Dort heißt es, dass ein Werbemittelkontakt durch View oder Click stattgefunden haben muss, um ein Cookie setzen zu dürfen. Selbstverständlich gibt es Affiliates, die versuchen diese Richtlinie z.B. durch AdWare zu unterwandern. Doch auch hier verpflichten sich die Unterzeichner des Code of Conduct, darunter nahezu alle großen Netzwerke und Agenturen, dies nur zuzulassen, wenn der Endkunde der Installation der Software ausdrücklich zugestimmt hat. Dies kann bei der werbefinanzierten kostenfreien Nutzung von Software der Fall sein, was als valides Publishermodell akzeptiert wird.

Schlussendlich tragen Aussagen, dass mitunter bis zu 90 Prozent der Clicks im Affiliate Marketing verdächtig maschinengeneriert aussehen und damit nicht für eine wirkliche Werbeleistung der Affiliates stehen nicht im geringsten zu einer sachlichen Diskussion bei. Denn werden in dieser Aussage generierte Umsätze berücksichtigt? Soweit ich weiß kaufen Clickbots selbst traditionell eher wenig.

Insgesamt darf es bei derart heiklen Themen gerne etwas sachlicher zugehen.

*vollständiger Artikel in der Print-Ausgabe

Anm.: Karsten Windfelder, Markus Kellermann, Henning Buss, Mediadonis und das Netzwerk SuperClix haben zu diesem Thema in Ihren Blogs ebenfalls Stellung bezogen.

Auch Inga vom Jochen Schweizer Blog, MontiMan, Michael Zander von Onlinemarketing konkret, DSohm’s, die Linkmafia, Mario Bagozzi und das Agency-Girl Bianca haben lesenswerte Beiträge zum Thema veröffentlicht. Die “etwas andere” Sicht der Dinge ist beim unausgelasteten Jens zu finden. :-)
Diese Welle an Beiträgen scheint Wirkung gehabt zu haben, denn die IWB veröffentlicht nun auch Gegenmeinungen zum Stein den Anstoßes.